Plakatausschnitt

Wissenschaftliche Tagung am 14. und 15. Oktober 2022Residenz Mergentheim –Schloss und Stadt des Deutschen Ordens

Unter dem Thema „Residenz Mergentheim – Schloss und Stadt des Deutschen Ordens“ nimmt eine interdisziplinäre Tagung am 14. und 15. Oktober aktuelle bauhistorische Untersuchungen der Residenz in den Blick und beleuchtet wichtige Stationen ihrer Geschichte.

Herausragende Stellung

Die Residenz Mergentheim hatte ihre Anfänge in der schon 1219 in Mergentheim gegründeten Kommende des Deutschen Ordens, die sich bald zu einer bedeutenden Niederlassung entwickelte. Nach dem Verlust Preußens, den Verwicklungen des Bauernkrieges im Südwesten und einer Zeit des Provisoriums wurde daraus die Residenz Mergentheim als Hauptsitz des Deutschen Ordens (1527- 1809). Von der blühenden Entwicklung zeugen noch heute Hochschloss, Äußeres Schloss, Schlosskirche und Park sowie das in seinen spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Grundformen erhaltene Stadtbild.

Schwerpunkte der Tagung

Trotz ihrer herausragenden Stellung als eine der bedeutendsten Hochmeisterresidenzen fehlt bislang eine umfassende, aktuelle Untersuchung und Gesamtdarstellung ihrer historischen, politischen und kulturellen Aspekte. Vor diesem Hintergrund nimmt die interdisziplinäre Tagung in fünf Sektionen aktuelle bauhistorische Untersuchungen der Residenz in den Blick, beleuchtet wichtige Stationen ihrer Geschichte sowie ihrer kunsthistorischen, architektonischen und musikwissenschaftlichen Bedeutung und berücksichtigt zudem überregionale Kontexte.

Fünf verschieden Sektionen

Die erste Sektion befasst sich mit der mittelalterlichen Frühphase der Deutschordenskommende Mergentheim. Wurden dort bereits die Grundlagen für den Aufstieg der Kommende zum bedeutenden Zentralort des Deutschen Ordens geschaffen? Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem allgemeinen Typus Residenzstadt wendet sich die zweite Sektion der Stadt Mergentheim zu und untersucht, wie sich der Residenzstatus auf die Stadtentwicklung mit ihren Institutionen, ihrer Stadtverwaltung und Armenfürsorge auswirkte. In der dritten Sektion wird das Schloss mit seinen Nutzungskonzepten und besonderen repräsentativen Qualitäten in den Blick genommen. Neben den künstlerisch-architektonischen Höhepunkten, wie den Treppen der Nachgotik, wird auch sie Rolle der handelnden Personen (Auftraggeber, Künstler, Komponisten, Architekten etc.) berücksichtigt. Während sich die vierte Sektion der konfessionellen Krise des Ordens einerseits und dessen kaiserlichem Glanz anderseits zuwendet, zieht die letzte Sektion vergleichende Perspektiven zu anderen wichtigen Ordensniederlassungen im Reich sowie in Preußen und Livland, wodurch die Bedeutung der Mergentheimer Residenz besser eingeschätzt werden kann.

Residenzschloss Mergentheim

Residenzschloss Mergentheim aus einem anderen Blickwinkel.

Service

RESIDENZ MERGENTHEIM – Schloss und Stadt des Deutschen Ordens

Wissenschaftliche Tagung

Veranstaltet von den Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und dem Rudolstädter Arbeitskreis für Residenzkultur e.V.

VERANSTALTUNGSORT

Residenzschloss Mergentheim
Roter Saal, 1. OG
Schloss 16
97980 Bad Mergentheim

Termin

Freitag, 14. und Samstag, 15. Oktober 2022

Freitag, 14. Oktober 2022

10.00 – 10.30 Begrüßung
Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, und Prof. Dr. Matthias Müller, Vorsitzender des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur

Sektion 1

Die Frühphase der Kommende Mergentheim
Moderation: Prof. Dr. Christofer Herrmann, Mainz

  • 10.30 – 10.50
    Die frühe Mergentheimer Burgengeschichte
    Wolfgang Hartmann, Mömlingen
  • 10.50 – 11.10
    Die frühe Zeit der Kommende Mergentheim und ihr Weg zur Residenz
    Prof. Dr. Maria Magdalena Rückert (Ludwigsburg)
  • 11.10 – 11.30
    Diskussion
  • 11.30 – 11.45
    Cafépause

Sektion 2

Residenz Mergentheim: Stadt
Moderation: Leonie Matt, Mainz

  • 11.45 – 12.05
    „Eine ansehnliche Residenz, die dem Anschauenden so majestätisch in die Augen strahlet“: die Residenzstadt als architektonisches Sinnbild fürstlicher Herrschaft und Ordnung
    Prof. Dr. Matthias Müller (Mainz)
  • 12.05 – 12.25
    Die Entwicklung der Residenzstadt Mergentheim seit dem 16. Jahrhundert
    Dr. Christoph Bittel (Bad Mergentheim)
  • 12.25 – 12.45
    Diskussion
  • 12.45 – 14.30
    Gemeinsames Mittagessen
  • 14.30 – 14.50
    Institutionen der Armenfürsorge und ihre Gebäude in der Residenzstadt Mergentheim: Armenhaus, Spital, Carolinum
    Dr. Alice Ehrmann-Pösch (Weikersheim)
  • 14.50 – 15.00
    Diskussion

Sektion 3

Residenz Mergentheim: Schloss und Hochmeistersitz
Moderation: Maike Trentin-Meyer, Bad Mergentheim

  • 15.00 – 15.20
    Die Entwicklung der Deutschordensresidenz Mergentheim und ihrer Nutzungskonzepte
    Dr. Ulrich Knapp (Leonberg)
  • 15.20 – 15.40
    Ordenslegitimation im 18. Jahrhundert. Bildprogramme in Althausen und Mergentheim
    Prof. Dr. Ulrike Seeger (Stuttgart/München)
  • 15.40 – 16.00
    Diskussion
  • 16.00 – 16.30
    Cafépause
  • 16.30 – 16.50
    Proget d'ammeublement pour la Residence de Maruntheim - Zur Neugestaltung der Mergentheimer Schlossräume im 18. und 19. Jahrhundert
    Dr. Wolfgang Wiese (Karlsruhe)
  • 16.50 – 17.10
    Der Mergentheimer Landschaftsgarten, Anlagengenese und Interpretation
    Gudrun Dietz-Hofmann M.A. (Irsee)
  • 17.10 – 17.30
    Diskussion
  • 17.30 – 18.00
    Pause
  • 18.00 – 19.00
    Abendvortrag: Der Deutsche Orden im Reich 1525-1815
    Prof. Dr. phil. Dr. h.c. mult. Udo Arnold (Bonn)
  • 19.00
    Empfang

Samstag, 15. Oktober 2022

Sektion 4

Residenz Mergentheim: Konfessionelle Krise und kaiserlicher Glanz
Moderation: Prof. Dr. Matthias Müller, Mainz

  • 09.30 – 09.50
    Ein Kanzler in schwierigen Zeiten: Gregor Spieß und sein Einsatz für das Überleben des Ordens
    Prof. Dr. Helmut Flachenecker (Würzburg)
  • 09.50 – 10.10
    Ein musikalischer Beitrag Beethovens zum Großkapitel des Deutschen Ordens in Mergentheim 1791? Zu Text und musikalischer Anlage der Kantate auf die Erhebung Leopolds II. zur Kaiserwürde (WoO 88)
    Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Mainz)
  • 10.10 – 10.30
    Diskussion
  • 10.30 – 10.45
    Cafépause

Sektion 5

Vergleichende Beispiele und Perspektiven
Moderation: Prof. Dr. Stephan Hoppe, München

  • 10.45 – 11.05
    Schloss Mergentheim und die Nachgotik um 1600 vor dem Hintergrund des Bauhüttenwesens in Deutschland
    Prof. Dr. Hermann Hipp (Hamburg)
  • 11.05 – 11.25
    Dezentralität im Alten Reich, Porträtserien des Deutschen Ordens in Mergentheim und Lucklum
    PD Dr. Astrid Ackerman (Jena)
  • 11.25 – 11.45
    Diskussion
  • 11.45 – 12.00
    Cafépause
  • 12.00 – 12.20
    Die Ballei Franken und ihre westlichen Nachbarn: Elsass-Burgund und Lothringen
    Benedikt Weigand M.A. (Würzburg)
  • 12.20 – 12.40
    Ständetage in den Residenzen des Deutschen Ordens im 15. und frühen 16. Jh. in Preußen und Livland – Teilnehmer, Ablauf und Raumnutzung
    Prof. Dr. Christofer Herrmann (Mainz)
  • 12.40 – 13.00
    Abschlussdiskussion
  • 13.15 – 14.30
    Gemeinsames Mittagessen
  • 14.30 – 16.00
    Abschließende Führung durch Schloss und Stadt optional nach vorheriger Anmeldung

INFORMATION UND ANMELDUNG

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.
Die Anmeldung ist bis zum 30.09.2022 über das Tagungssekretariat möglich.

Tagungsprogramm im Überblick

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