DEUTSCHORDENSMUSEUM MIT EINER GLANZVOLLEN GESCHICHTE
Residenzschloss Mergentheim
Residenzschloss Mergentheim, Skulptur

Vom Mittelalter bis zum KlassizismusStilgeschichte

Die Anlage des Schlosses zeigt noch heute Spuren der ursprünglichen mittelalterlichen Wasserburg. Herausragende dekorative Bauelemente stammen aus der Zeit der Renaissance. Mit der Schlosskirche und dem Innenausbau kamen Räume und Ausstattungen des Barock und Klassizismus ins Schloss.

Residenzschloss Mergentheim, Staufische Palasarkade

Staufische Außenmauer im Schlossinneren.

Zeugen einer frühen Baugeschichte

Die Anlage der einstigen Wasserburg auf dem Areal des heutigen Inneren Schlosses ist besonders im Grundriss der gekrümmten Mauern noch erkennbar. Damals war das Rund des Inneren Schlosshofes noch nicht vollständig geschlossen. Die staufische Quadermalerei sowie der aufwendige Bauschmuck mit Kapitellen und Säulen zeugen von einer repräsentativen Gestaltung der Kommende im Mittelalter. Heute im inneren liegend, waren die staufischen Palasarkaden einst die westliche Außenwand des Südflügels.

Residenzschloss Mergentheim, Berwarttreppe

Geschwungene Renaissance Dekorationen.

Von der Gotik zur Renaissance

Mit der Verlegung des Hauptsitzes des Deutschen Ordens nach Mergentheim, begann 1568 der Umbau der Wasserburg zum Residenzschloss. Zu den künstlerisch herausragenden Partien dieses Umbaus gehört die von Blasius Berwart gestaltete Wendeltreppe, bei der er den spätgotischen Konstruktionsgedanken mit den neuen Dekorationselementen der Renaissance kombinierte. Im Foyerbereich des ersten Stocks kann man mit der Wandmalerei der Löwenmaske noch erahnen, wie prächtig das Schloss einst im Renaissancestil ausgemalt war.

Drei Hochmeister drei Epochen

Schlossarchitektur und Raumausstattung wurden – in knapp siebzig Jahren – von drei aufeinander folgenden Stilepochen ein weiteres Mal geprägt: vom Barock über das Rokoko bis zum Klassizismus. Hochmeister Franz-Ludwig von Pfalz Neuburg entschloss sich 1730 zu einem Neubau der Schlosskirche im barocken Stil, um den repräsentativen Anforderungen der Zeit zu entsprechen. Südlich des Residenzschlosses ließ der nachfolgende Hochmeister Clemens August von Bayern von 1739 bis 1745 einen französischen Barockgarten gestalten und am Südflügel ein Rokoko-Gartenfesthaus errichten. Schließlich ließ Hochmeister Maximilian Franz von Österreich 1799 eine breite klassizistische Treppe im Hauptportalturm errichten, um einen direkten Zugang von der Stadt ins erste Obergeschoss zu gewährleisten.

Residenzschloss Mergentheim, Götterzimmer

Restaurierte Deckengemälde im Residenzschloss.

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