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DEUTSCHORDENSMUSEUM MIT EINER GLANZVOLLEN GESCHICHTE

Residenzschloss Mergentheim

Residenzschloss Mergentheim
Maria als Himmelskönigin

Die Strahlenkranzmadonna

Maria, die Mutter Gottes, hat eine ganz besondere Bedeutung für den Deutschen Orden. Von Beginn an hat er sich unter ihren Schutz gestellt. Im Residenzschloss Mergentheim sind heute verschiedene Madonnenfiguren zu sehen, darunter die Strahlenkranzmadonna des Würzburger Hofgoldschmieds Georg Stephan Dörffer.

Die strahlende Patronin

Georg Stephan Dörffer (1771–1824) war ein Gold- und Silberschmiedemeister aus Würzburg. Nach einem Modell des Würzburger Hofbildhauers Johann Peter Wagner fertigte er die Strahlenkranzmadonna aus vergoldetem Silber und Kupfer an. Die Figur gilt als bedeutendstes Werk fränkischer Silberschmiedekunst aus dieser Zeit. 1798 stiftete Hochmeister Maximilian Franz von Österreich die Madonna der Mergentheimer Kirchengemeinde St. Johannes als Prozessionsfigur. Bis vor wenigen Jahren noch wurde sie bei der jährlichen Fronleichnamsprozession mitgeführt.

Residenzschloss Mergentheim, Sockel der Strahlenkranzmadonna

Der Sockel der Strahlenkranzmadonna.

Eine Statue voller Symbolik

Die gekrönte Himmelskönigin hält in ihrer rechten Hand den Lilienstab als Zepter: Die Lilie als Symbol der Reinheit und Jungfräulichkeit, wird häufig Maria zugeordnet. Das Jesuskind auf ihrem linken Arm hält den Reichsapfel, der die Herrschaft Christi über die Welt symbolisiert. Die lateinische Inschrift auf dem Silbermedaillon am Sockel lautet: „S. Maria ORA“, was übersetzt bedeutet: „Heilige Maria bitte (für uns)“. Im Gegensatz zu der Vorderseite ist die Rückseite der Figur nicht ausgearbeitet, was ein Hinweis darauf ist, dass sie möglicherweise als Nischenfigur geplant war.

Residenzschloss Mergentheim, Sandstein-Madonna

Um 1280 geschaffen: die Madonna aus Sandstein.

Die Madonna aus Sandstein

Die heilige Jungfrau Maria ist Patronin vieler Mönchs- und Ritterorden. Neben dem Deutschen Orden hat sich auch der Johanniterorden unter ihren Schutz gestellt. Beide waren jahrhundertelang nebeneinander in Bad Mergentheim ansässig. Die frühgotische Madonna mit Jesuskind stand bis vor einigen Jahren in einer Außennische der Martinskapelle, die ein Anbau des Mergentheimer Hospitals zum Heiligen Geist ist. Die Spitalkapelle wurde 1740 bis 1741 unter Hochmeister Clemens August von Bayern erbaut.