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DEUTSCHORDENSMUSEUM MIT EINER GLANZVOLLEN GESCHICHTE

Residenzschloss Mergentheim

Residenzschloss Mergentheim; Foto: Deutschordensmuseum
Residenz für den Deutschen Orden

Das Schloss und

der Garten

Im 14. Jahrhundert dem Deutschen Orden übergeben, ist im Laufe der Jahrhunderte ein weitläufiger Komplex aus Wehranlage und repräsentativem Schloss entstanden. Die Ausstellungen laden zum Eintauchen in die über 825-jährige Geschichte des Ordens ein.

Ein Geschenk der Extraklasse

Durch eine Schenkung im Jahr 1219 vermachten die Herren von Hohenlohe dem neugegründeten Deutschen Orden ihre Wasserburg in der Hohenlohe. Sie waren selbst nach der Teilnahme an einem Kreuzzug der Ordensgemeinschaft beigetreten und verhalfen dem neuen Ordenssitz mit weiteren Zuwendungen zu Reichtum und Macht. Als Mergentheim zur Zentrale des Deutschen Ordens wurde, erfolgte ein Umbau der mittelalterlichen Burg zur prachtvollen Residenz.

Meister prägten das Schloss

In der Regierungszeit der Hochmeister Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg und Clemens August von Bayern wurde das Schloss modernisiert: Das Alte Fürstenquartier wurde umgebaut und prächtig stuckiert. Baumeister Franz Joseph Roth entwarf die Neue Fürstenwohnung mit ihren dekorativen Stuckdecken. Mit der barocken Schlosskirche entstand das Juwel der Residenz. Eine letzte große Baumaßnahme des Deutschen Ordens stellte der elegante klassizistische Kapitelsaal nach einem Entwurf von Franz Anton Bagnato dar.

Eine facettenreiche Sammlung

Die Schlossräume zeugen bis heute von der Bedeutung und der Macht des Deutschen Ordens in der christlichen Welt. Auf 3.000 m² werden nicht nur Leben und Wirken der Ordensleute präsentiert. Auch die Stadtgeschichte, die Adelsheim’sche Altertumssammlung, die Puppenstubensammlung, das Mörike-Kabinett, die Jungsteinzeit im Taubertal mit einer anrührenden Familienbestattung sowie aktuelle Sonderausstellungen sind immer einen Besuch wert.

Keine Residenz ohne Schlossgarten

Im Zuge der Schlosserweiterung war der sogenannte „Neue Garten“ angelegt worden. Später wurde der Südteil mit Orangerie und Sala terrana, einem ebenerdigen Saal, als französisches Blumenparterre gestaltet und damit dem Zeitgeschmack angepasst. Die letzte Umgestaltung erfolgte um die Wende zum 19. Jahrhundert – es entstand ein Garten im englischen Stil mit einer imposanten Platanenallee. Aus dieser Zeit haben sich zwei Lusthäuschen erhalten, deren Charme die Besucher noch heute erleben können.